Feinnadel-Aspirationspunktion der Schilddrüse

Die Feinnadelpunktion, durchgeführt mit einer sehr dünnen Nadel unter Ultraschallkontrolle, ist eine einfache und nahezu komplikationslose Untersuchungsmethode. Hierbei liegen oder sitzen Sie. Vor der Punktion wird die Haut desinfiziert. Die Punktion dauert nur wenige Sekunden und ist ähnlich schmerzhaft wie eine venöse Blutabnahme (Ausnahme Thyreoiditis de Quervain). Nach der Punktion müssen Sie die Punktionsstelle mit einem Tupfer noch 5 Minuten abdrücken, nach der Punktion größerer Zysten gegebenenfalls 20-30 Minuten. Die Aufarbeitung des gewonnen Zellmaterials kann bis zu 2 Wochen. Seien Sie also nicht beunruhigt, wenn der zytologische Befundbericht erst später beim Hausarzt eintrifft.

Wann ist eine Feinnadelpunktion angezeigt?

Punktiert werden mittels Bildgebung (Ultraschall, Schilddrüsen-Szintigraphie) festgestellte, verdächtige Knoten und gegebenenfalls auch bei Verdacht auf Schilddrüsenentzündung. Große Schilddrüsenzysten können zur Entlastung punktiert werden.

Vorteile der Feinnadelpunktion

Gesteigerte diagnostische Sicherheit, Entlastung von Zysten. Für den Patienten nicht belastender als eine Venenblutabnahme.

Nachteile der Feinnadelpunktion

Selten kann sich ein kleiner lokaler Bluterguss (Hämatom) an der Punktionsstelle bilden, vor allem dann, wenn die Punktionsstelle anschließend nicht ausreichend abgedrückt wurde. Ein solches Hämatom ist ungefährlich und bildet sich in wenigen Tagen zurück.

Eine lokale Entzündung ist sehr selten. Eine Verschleppung von Tumorzellen wurde nie beobachtet.

Hinweis

Sollten Sie an einer Gerinnungsstörung leiden oder blutverdünnende Medikamente (z.B. Marcoumar, Thrombo ASS, Plavix, Brilique, Lixiana etc.) einnehmen, teilen Sie dies dem Arzt mit. In diesem Fall muss dieses Medikament für eine entsprechende Zeit pausiert werden, bevor die Feinnadelpunktion durchgeführt werden kann. Diese Entscheidung erfolgt immer in unter Berücksichtigung Ihres individuellen bestehenden Krankheits- und Risikosprofils.1

1Quelle: Patienteninformation der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin der Universität Köln, Prof. Dr. H. Schicha.