Gehirnszintigraphie

Unter dem Oberbegriff „Gehirnszintigraphie“ werden verschiedene nuklearmedizinische Untersuchungen zusammengefasst, die sich mit unterschiedlichen Vorgängen im Gehirn beschäftigen. So ist es möglich, die Gehirndurchblutung aufzuzeigen oder das Verhalten von Botenstoffen im Gehirn zu verfolgen

Beispiele für eine Gehirnszintigraphie

Die am häufigsten in der klinischen Routine durchgeführte Untersuchung ist die Darstellung der Gehirndurchblutung. Das radioaktive Arzneimittel wird intravenös verabreicht und lagert sich im Gehirn sehr rasch und im direkten Verhältnis zur tatsächlichen Durchblutung ab.

Indikationen sind die Abklärung von Gedächtnisstörungen (wie z.B. bei der Alzheimer Erkrankung), Gefäßerkrankungen und Schlaganfälle sowie die Epilepsie. Es ist auch möglich, die Bindungsstellen von bestimmten Botenstoffen (z.B. für Dopamin) im Gehirn darzustellen. Diese Untersuchung ist bei Patienten mit Bewegungsstörungen wie der Parkinson’schen Erkrankung von Interesse und dient der Beurteilung der Dopamin Wiederaufnahmestellen.

Vorbereitung

Vor der Untersuchung erhalten Sie ein Medikament welches die Aufnahme des radioaktiven Arzneimittels in die Schilddrüse blockiert, dies vermeidet eine unnötige Strahlenbelastung für dieses Organ. Um Aktivierungen des Gehirns zu vermeiden, sollen die Durchblutungs-Studien in Ruhe und Dunkelheit ablaufen. Sie müssen nicht nüchtern sein. Vorliegende CT- oder MRT-Bilder sollten dem Nuklearmediziner gezeigt werden.

Untersuchungsablauf

Je nach Untersuchungstyp gestalten sich der Ablauf und die Dauer sehr unterschiedlich. Zwischen intravenöser Verabreichung des radioaktives Arzneimittels und der Aufnahme unter der Kamera können 15 Minuten (Durchblutung) bis 20 Stunden (Dopamin Wiederaufnahmestellen) liegen; die reine Aufnahmezeit liegt durchschnittlich bei 30 bis 40 Minuten.

Wechselwirkung mit anderen Medikamenten

Es ist notwendig, dass Sie Ihre laufende sowie die Therapie der letzten zwei Wochen bekannt geben; vor allem bei Untersuchungen, die das Dopamin System betreffen, besteht die Gefahr der Wechselwirkung mit dem verabreichten radioaktiven Arzneimittel.

Unerwartete Wirkungen

Äußerst selten. Gegebenenfalls erkundigen Sie sich beim Nuklearmediziner.

Weitere Informationen

Ihr betreuender Facharzt für Nuklearmedizin wird Sie über den tatsächlichen Zeitaufwand sowie Medikamente aufklären, die das Ergebnis beeinflussen können.