Die Covid-19 Pandemie hat uns Alle im Griff. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle an alle Helfer in den verschiedenen Branchen.

Dennoch möchte die Österreichische Gesellschaft für Nuklearmedizin und molekulare Bildgebung (OGNMB) andere wichtige Erkrankungen nicht hinten anstellen und am 26. März 2020, dem internationalen Tag der Epilepsie – auch Purple Day genannt, die Aufmerksamkeit auf jene Menschen lenken, die an einer Epilepsie erkrankt sind. Erfahren hier mehr über diese Erkrankung.

Was ist Epilepsie?

Epilepsie, auch als Fallsucht bezeichnet, ist eine Funktionsstörung des Gehirns. Dabei feuern Nervenzellen zeitgleich und unkontrolliert Impulse ab und „überlasten“ praktisch das Nervensystem; wie bei einem Kurzschluss im Stromkreislauf. Nuklearmedizinische Verfahren, SPECT*  oder PET** tragen zur diagnostischen Sicherheit und zu einem besseren Verständnis der Epilepsie bei.

*Einzelphotonen-Emmissionscomputertomographie, ** Positronen-Emissions-Tomographie

Diagnose mit Durchblick bei Epilepsie:

Die Bildgebung kann entweder zwischen zwei Anfällen oder währenddessen durchgeführt werden. Dadurch kann eine erhöhte Durchblutung eines epileptischen Fokus während eines Anfalls, sowie eine verminderte Durchblutung nach dem Anfall aufgezeigt werden, aber auch ein erhöhter Zuckerverbrauch in diesen Gehirnarealen.

So kann sowohl das Vorliegen einer Epilepsie bewiesen, als auch ihr Ursprungsort im Gehirn festgelegt werden. Ob ein chirurgischer Eingriff möglich wäre und der (die) Patient(in) davon profitieren würde, kann u.a. mit der PET evaluiert werden.

Behandlung mit Durchblick

Bis zu 1 % der Weltbevölkerung, in Österreich entspricht dies etwa 80.000 Menschen, erkrankt im Laufe ihres Lebens an einer Epilepsie. Molekulare Bildgebung der Nuklearmedizin mit SPECT und PET ermöglicht sowohl in der klinischen Routine als auch in der neurologischen Forschung eine Charakterisierung der Epilepsie auf Stoffwechselebene. Das führt zu einer Verbesserung der diagnostischen Sicherheit, aber auch zu einem besseren Verständnis über pathophysiologische und pathobiochemische Veränderungen.

Mehr Informationen unter: http://www.purpleday.org

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