Zum Welt-Parkinson-Tag 2019 am 11. April 2019 möchte die Österreichische Gesellschaft für Nuklearmedizin und Molekulare Bildgebung auf mögliche Diganoseverfahren aufmerksam machen.

Da Morbus Parkinson im Frühstadium oft schwer diagnostizierbar ist, helfen nuklearmedizinische Verfahren bei der Diagnose. Eine Abgrenzung von anderen neurodegenerativen Erkrankungen wird dadurch ermöglicht. MP ist eine progressive und neurodegenerative Erkrankung des Gehirns, die zu motorischen Symptomen wie Zittern und Schwierigkeiten beim Gehen, Bewegung und Koordination führt.

Parkinson tritt meistens nach dem 50. Lebensjahr auf und die Symptome variieren stark von Patient zu Patient. Ungefähr 1% der Weltbevölkerung im Alter von über 60 Jahren sind von dieser Krankheit betroffen.  Mit nuklearmedizinischen Methoden kann aufgezeigt werden, ob auftretende motorische Symptome von Morbus Parkinsons verursacht werden.

Parkinson-Syndrome durch Absterben von Dopamin produzierenden Neuronen

Bei Individuen mit Parkinson-Syndromen ist der Verlust von Dopamin produzierenden Neuronen für die motorischen Störungen verantwortlich.

Die nuklearmedizinische Bildgebung mittels Positronen-Emissions-Tomographie (PET) oder Single-Photon-Emission-Computertomographie (SPECT) ermöglicht neben der Bestimmung des Metabolismus' und des Blutflusses im Gehirn auch die Quantifizierung der Dichte und Funktion verschiedener Moleküle.

In Bezug auf die Parkinson-Krankheit erlauben PET und SPECT, die Anzahl der dopaminergen Neuronen zu bestimmen. Die molekulare Bildgebung kann dazu beitragen, Parkinson von anderen Arten neurodegenerativer Erkrankungen, Nebenwirkungen von Medikamenten, Toxinen oder Schlaganfällen zu unterscheiden.

SPECT Hirnbild

Ein Beispielbild direkt aus der Praxis:

Das Bild zeigt die nuklearmedizinische Auswertung eines Patienten mit ungestört funktionierenden Hirnstrukturen. Bei einem Patienten mit der Parkison´schen Erkrankung wären die leuchtenden Areale abhängig vom Schweregrad deutlich weniger intensiv (dünkler) dargestellt.

Nach einer nuklearmedizinischen Untersuchung werden die gemessenen Werte eines jeden Patienten ausgewertet und mit Normalwerten verglichen. Dadurch ist eine klare Aussage möglich.

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